Zum Bau von Streichinstrumenten werden seit Jahrhunderten fast ausschließlich Fichte und Ahorn verwendet. Die Gründe liegen zum einen in der guten Verfügbarkeit rund um die historischen Instrumentenbauzentren in Bayern und im Alpenraum, zum anderen an der hervorragenden technischen Eignung dieser Holzarten.

Optische Kriterien machen vor allem den Ahorn für Instrumentenbauer so wertvoll. Das Holz hat aufgrund des zerstreutporigen Wuchses eine glatte, leicht zu polierende Oberfläche, lässt sich einfach bearbeiten und verfügt oft über einen welligen Faserverlauf – die „Flammung“ – die durch wechselnde Lichtbrechung unter der Lackoberfläche besonders strahlend zur Geltung kommt.

Die skizzierten Zusammenhänge und Materialkenngrößen sind wichtig. Sie zu kennen oder zu schätzen hilft beim Bau eines Instrumentes. Jedoch sind eine Vielzahl anderer Faktoren wie die Geometrie und Ausformung, die Oberflächenbehandlung und schließlich die Klangeinstellung wesentliche und sich überlagernde Faktoren, die in ihrer Gesamtheit maßgeblich den Klang eines  Instrumentes bestimmen.